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Fachkräftemangel: Stellenabbau bei Großkonzernen bietet Chancen für den Mittelstand

Personalexpertin Angela Raab rät zu frühzeitigen Talent-Pipelines im Kampf um die besten Köpfe

Meckenheim, 9. Januar 2020.

Banken, Automobilunternehmen und viele andere Großkonzerne verschiedener Branchen bauen derzeit tausende Stellen ab. Das belegen Dutzende Meldungen der letzten Wochen und Monate. Dieser Trend wird sich fortsetzen, befindet sich doch die Wirtschaft in einer massiven Transformation. Die Meckenheimer Personal-Recruiterin Angela Raab sieht in dieser Entwicklung eine Chance. Denn auf der anderen Seite, beim Mittelstand, herrscht vielerorts Fachkräftemangel. Kleine und mittlere Unternehmen könnten profitieren, wenn sie die richtigen Weichen stellen und die begehrten Fachkräfte frühzeitig ansprächen. Dem Mittelstand bietet sich jetzt eine gute Gelegenheit, vielversprechende Talente und erfahrene Spezialisten zu gewinnen.

„Externe Talent-Pipelines sind eine riesige Chance zur Bekämpfung des Fachkräftemangels bei kleinen und mittelständischen Unternehmen“, erklärt die Personalexpertin. Angela Raab ist seit vielen Jahren interimistisch als Senior Recruiterin und HR-Managerin in mittelständischen Unternehmen im Einsatz und zeigt Wege auf, wie sich neue Mitarbeiter auch abseits der großen bekannten Konzernmarken ansprechen, begeistern und binden lassen.

Oft heiße es, so Raab, dass zunächst Zeitarbeitnehmer abgebaut würden und auf natürliche Fluktuation durch Erreichung des Rentenalters gesetzt werde. „So entsteht der Eindruck, die Entwicklung beträfe zunächst nur einen Großteil der in der Produktion Beschäftigten. Aber: Nicht nur in der Produktion werden heute Zeitarbeitnehmer eingesetzt. Schon längst hat Zeitarbeit auch die lukrativen und hoch qualifizierten Unternehmensbereiche erreicht. Auch diese Beschäftigten müssten um ihre Jobs fürchten. Man muss die Zeichen der Zeit richtig deuten“, meint die Personalexpertin. Ganze Industriezweige seien derart im Umbruch, dass es im Grunde fast jeden treffen könnte. Der Arbeitsmarkt komme in Bewegung.

Für die, die im Unternehmen blieben, werde eine Blase der Unsicherheit geschaffen. Das gelte für befristet Beschäftigte genauso wie für jahrelang engagierte fest angestellte Mitarbeiter. „Der Druck und die Arbeitsbelastung werden zunehmen“, so die Recruiterin. Das werde dazu führen, dass mehr Beschäftigte bereit sein werden, ihren Arbeitsplatz zu wechseln. „Job-Suchende und wechselbereite Mitarbeiter bilden ein riesiges Reservoir, aus dem mittelständische Unternehmen schöpfen können“, analysiert Raab. Allerdings werde sich dieser Prozess nicht sofort in Gang setzen. Es brauche noch etwas Zeit, bis diese Entwicklung massiv einsetze. Zeit, die der Mittelstand nutzen könne, um schon jetzt positiv auf sich aufmerksam zu machen. „Die meisten Mitarbeiter werden erstmal abwarten und zudem auf gute Abfindungsangebote hoffen“, meint die Personalexpertin. Liegen diese auf dem Tisch, seien sie aber bereit für Neues. „Genau in dieser Phase müssten potenzielle neue Arbeitgeber sichtbar sein und mit attraktiven Angeboten auf die Bewerber zugehen. Damit muss aber jetzt begonnen werden. Personalmarketing und Recruiting funktionieren nicht spontan und ‚hopplahopp‘, sondern erfordern eine mittel- bis langfristige Kommunikationsstrategie.“

Mittelständische Unternehmen sollten bereits jetzt potenziell interessante Personen ins Auge fassen und versuchen, diese auf sich aufmerksam zu machen und näher kennen zu lernen. Geeignet hierfür seien persönliche Einladungen zu Veranstaltungen und Vorträgen mit entsprechendem fachlichem Hintergrund, Messen und Kongresse, gemeinsame Hackathons oder andere Formate, bei denen sich die Fachkräfte einen positiven Eindruck von den Leistungspotenzialen des Unternehmens verschaffen könnten – auch und gerade dann, wenn das Thema neuer Job noch gar nicht im Fokus ist.

Es gehe, so Raab, zuerst darum, einen fachlichen und persönlichen Draht oder eine Pipeline zu qualifizierten Personen aufzubauen und aufrechtzuerhalten. „Solche Talent-Pipelines sind bei Konzernen seit Jahren selbstverständlich, im Mittelstand sind sie hingegen noch eher die Ausnahme. Talent-Pipelines sind große Chancen“, weiß Raab aus ihrer Erfahrung als Interim Managerin im Personalwesen.

„Ist der Kontakt erfolgreich hergestellt und intensiviert worden, kann die Passgenauigkeit besser beurteilt und vorab ‚ausgesiebt‘ werden. Zudem wird der potenzielle Kandidat signalisieren, wann der Jobwechsel realisiert werden sollte, weil er schon vertraut ist mit Fachbereichen und Mitarbeitern des potenziellen neuen Arbeitsgebers. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, so Raab.

Allerdings müssten in der Praxis generelle Regeln beachtet werden: Datenschutz, den Schutz von Geschäftsgeheimnissen und technischen Errungenschaften und Patenten sowie der Schutz des Beschäftigten selbst, der ungern bei einer Veranstaltung auf Kollegen oder sogar Vorgesetze seines jetzigen Unternehmens treffen möchte. Um dies optimal zu managen, bietet sich die Einbindung von Candidate Relationship Managementsystemen an. „Informationsvorsprünge und Cleverness in der Ansprache sind entscheidende Faktoren für den Rekrutierungserfolg“, verrät Raab. Die Digitalisierung, soziale Netzwerke und Marketingwissen, etwa beim Aufbau einer Arbeitgebermarke, seien für die Personalstrategie der Zukunft unabdingbar.

„So bitter der Stellenabbau in den nächsten Jahren für viele werden wird, er bietet auch Chancen, um die dringend benötigten Fachkräfte für den Mittelstand zu gewinnen und den Betroffenen neue Perspektiven zu eröffnen“, so das Fazit der Personalexpertin. Jede Veränderung biete eben auch Chancen.

Weitere Informationen rund um die Themen Recruiting, Digitalisierung im Recruiting, Employer Branding, Trends auf dem Arbeitsmarkt und den Aufbau von Personalabteilungen sowie zum Interim Management und Angela Raab gibt es unter www.die-personalexpertin.de.

Personalexpertin Angela Raab: Die Kleinen verlieren den Anschluss

Digitalisierung und Kreativität sind die Antwort – auch für schmale Budgets   

Meckenheim, 13. November 2019.

Im Kampf um die besten Köpfe und Talente drohen kleine und mittlere Unternehmen abgehängt zu werden. „Sie verschlafen die wichtigen Trends“, mahnt die in Meckenheim bei Bonn lebende Personalexpertin Angela Raab. Der Fachkräftemangel wird dadurch weitgehend hausgemacht. Ansätze von künstlicher Intelligenz im Recruiting, eine wirkungsvolle Employer-Branding-Strategie, crossmediale Bewerberansprache und Talent-Pipelines wären die gebotenen Mittel der Wahl. Bislang agieren aber fast ausschließlich Konzerne auf diesem Feld – zum Nachteil des Mittelstandes. Der droht, den Anschluss zu verlieren.

„Mit vereinzelten Anzeigen in Jobbörsen, dem Einsatz eines Bewerber-Management-Systems und Karriereseiten mit beliebig austauschbaren Textbausteinen sowie Kicker-Tischen und Obstkörben lässt sich heute Personal nicht mehr wirkungsvoll ansprechen und begeistern“, mahnt Angela Raab. Viel zu oft beharre sogar der gehobene Mittelstand noch auf solchen Methoden. Mangelnde Modernität und wenig Bereitschaft, die Personalabteilungen mit neuen, digitalen Prozessen und Werkzeugen auszustatten, verhindern nicht selten notwendiges Wachstum und Innovationen. „Fehlen die Köpfe, fehlt die Innovationskraft. Fehlt die Innovationskraft, sind weniger Bewerber am Unternehmen interessiert. Es droht eine Abwärtsspirale“, so die Profi-Recruiterin und Interim Managerin, die vor allem mittelständische Unternehmen im Rheinland beim Aufbau von Personalabteilungen und bei der professionellen Bewerberansprache unterstützt.

Modernes Personalmanagement erfordert heute immer auch eine Digitalisierungsstrategie. Chat-Bots, Video-Interviews, Online-Assessments, targetierte, individuelle Ansprache über soziale Netzwerke und Stellenbörsen sowie digitale Medienanalysen seien nur einige ausgewählte Beispiele für ein zeitgemäßes Recruiting. „Diese Technologien und das digitale Denken dürfen nicht nur den Konzernen vorbehalten sein. Sie sind genauso einsetzbar bei kleineren Unternehmen. Es mangelt nicht an technischen Lösungen oder deren Bezahlbarkeit. Es mangelt an kreativem Denken und Engagement“, erklärt Raab, die in ihren Mandaten immer wieder versucht, digitale Innovationen strategisch in das traditionelle Personalmanagement zu integrieren. Wer nicht mit der Zeit gehe, gehe mit der Zeit. Denn Top-Bewerber erwarteten heute auch eine Top-Kommunikation – vom ersten Eindruck der Stellenanzeige bis zur Anstellung, von der Interessenbekundung bis zur Absage. „Jeder Schritt, jeder Kontakt muss für den Bewerber ein Erlebnis sein.“ Wer kein Erlebnis schaffe, könne nur die zweite oder dritte Garde gewinnen. Beim Wettbewerb um die besten Talente hätten die Unternehmen die Nase vorn, die es verstünden, digitale Recruiting-Tools optimal einzusetzen. Diese Tools erhöhen auch die Schnelligkeit im Prozess, schaffen Entlastung, unterstützen bei der Candidate-Experience – eben diesem Erlebnis – und ermöglichen die Analyse der besten Wege, um die richtigen Bewerber zu gewinnen. Das Ziel laute: professioneller im Prozess, persönlicher in der Ansprache, wirkungsvoller im Ergebnis und Zufriedenheit auf allen Seiten. „Das muss das Bestreben sein. Dann kann auch der Mittelstand im Talent-Wettbewerb bestehen“, so die Personalexpertin abschließend.

Weitere Informationen rund um die Themen Recruiting, Digitalisierung im Recruiting, Employer Branding und den Aufbau von Personalabteilungen sowie zum Interim Management und Angela Raab gibt es unter www.die-personalexpertin.de.