Keine Verlierer hinterlassen

Die fetten Jahre scheinen vorbei. Mangel an Material, Rohstoffen und Arbeitskräften, teure Energie, Inflation, Rezession und die in vielen Betrieben aufgezehrte Liquidität infolge der staatlichen Corona-Maßnahmen ergeben eine Melange, die viele Unternehmen dazu zwingt, sich von dem Gedanken weiteren Wachstums zu trennen.

Nie war es so wichtig und gefährlich, eine Meinung zu haben

Ein falsches Wort, ein kleiner Fehler in der Lieferkette oder eine Meinung nur leicht abseits des Mainstreams medial verbreitet und schon tobt der Shitstorm. Sprachpolizisten, Berufsempörte und Aktivisten machen in den sogenannten “sozialen Netzwerken” mobil.

Je Marke, desto Marge – Mehr Mut zu hohen Preisen

Falk S. Al-Omary: "Der Wunsch, dass sich jeder immer alles leisten können muss, ist in der Wirtschaft im Allgemeinen, im Lebensmitteleinzelhandel aber im Besonderen stark verankert. Genau dieser Ansatz aber schafft das eigentliche Problem."

Wenn Wachstum nicht mehr entscheidend ist

Wer mit Unternehmern spricht, spürt nicht selten ein hohes Maß an Frustration. „Früher, in den Anfängen meines Unternehmens ging es mir besser“, ist dann nicht selten zu hören. Hin- und hergerissen zwischen dem Alltagsgeschäft, Verwaltungsaufgaben, Führungsnotwendigkeiten, Besprechungen mit Teams, Abteilungen und anderen Hierarchieebenen, Meetings mit Banken, dem Steuerberater und Mitgesellschaftern bleibt die eigentliche Leistung am Kunden auf der Strecke.

Wachstum ist nicht die Lösung

Ist das skalierbar? Diese Frage stellen Investoren in der „Höhle der Löwen“ genau- so wie wachstumsorientierte Unternehmer bei ihren Geschäftsentscheidungen. Wachsen, automatisieren, immer mehr und immer weiter ist die Devise der Zeit.

Mehr Mut der Marken zu hohen Preisen

Die Verbraucher werden in den nächsten Monaten ihrerseits beweisen müssen, dass ihre moralischen Vorstellungen in Bezug auf Lebensmittel und eine nachhaltige Lebensweise auch dann Bestand haben, wenn die Kosten dafür nicht nur absolut, sondern auch relativ bezogen auf ihren individuellen Warenkorb steigen.

Unternehmen im Kriegszustand

Unternehmen befinden sich heute in einer permanenten Bedrohungslage. Krisen sind alltäglicher Begleiter. Im Grund ist Unternehmertum aktuell gleichbedeutend mit einer Art Kriegszustand.

Reduktion als Businessmodell

Unternehmen sehen sich derzeit mit einer Vielzahl von Krisen gleichzeitig konfrontiert. Und eine Rückkehr zum Wachstum ist keineswegs garantiert. Downsizing verspricht dagegen ein reicheres Leben mit weniger Kunden und minimaler Komplexität.

„Downsizing“: Wenn Reduktion bereichert

Die Gedanken an ein immerwährendes Wachstum hat die Politik in den vergangenen Jahren jäh gebremst. Krise türmt sich auf Krise und schwächt Unternehmen in ihrer finanziellen und materiellen Substanz. Und schlimmer noch: Keiner kann mehr planen.

Was tun bei Shitstorms, Rufmorden und Kampagnen?

Eine saloppe Aussage des Geschäftsführers, ein Sub-Sub-Sublieferant verstößt gegen die hierzulande geltenden guten Sitten oder ein Produkt hat einen Mangel und die Reklamationsabteilung war nicht zu 150 Prozent kulant – und schon bricht der Sturm los.